FAQ zu Lunge, Untersuchungen und Termin
Orientierung vor und nach Ihrem Termin
Schnell die richtige Antwort finden
Wählen Sie Ihr Thema und öffnen Sie nur die Antwort, die Sie benötigen. So können Sie Ihren Termin vorbereiten und viele organisatorische Fragen direkt klären. Die Informationen ersetzen keine persönliche Diagnose oder Behandlung.
Wählen Sie direkt Ihr Thema. Jede Antwort lässt sich einzeln öffnen.
Vor dem Praxisbesuch
Termin und Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung hilft, die verfügbare Zeit für die medizinisch wichtigen Fragen zu nutzen.
Wie vereinbare ich einen Termin?
Vereinbaren Sie Ihren festen Termin telefonisch unter 030 962 00 700 oder persönlich in der Praxis. Eine Terminvereinbarung per E-Mail oder Online-Formular ist nicht möglich.
Wenn Sie Ihren Termin nicht wahrnehmen können, sagen Sie ihn bitte rechtzeitig telefonisch ab. Nach dem zweiten nicht rechtzeitig abgesagten oder unentschuldigt versäumten Termin wird die weitere Behandlung und Betreuung in unserer Praxis beendet.
Welche Unterlagen sollte ich mitbringen?
Hilfreich sind – soweit vorhanden und für Ihr Anliegen relevant – eine aktuelle Medikamentenliste, frühere Arztbriefe und Untersuchungsergebnisse. Bringen Sie auch Berichte oder Datenträger zu früheren Röntgen- oder CT-Untersuchungen, Ihren Allergiepass und Ihren Impfpass mit.
Notieren Sie vor dem Termin, seit wann die Beschwerden bestehen, wann sie stärker werden und was sie möglicherweise auslöst. Angaben zu Rauchen, früherer Rauchdauer, beruflicher Staub- oder Schadstoffbelastung sowie Vorerkrankungen können für die Einordnung wichtig sein.
Darf ich mein Asthma- oder COPD-Spray vor der Untersuchung anwenden?
Setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig ab. Ob und wie lange ein inhalatives Medikament vor einer Lungenfunktionsprüfung pausiert werden soll, hängt von Präparat und Fragestellung ab. Fragen Sie deshalb vor dem Termin beim Praxisteam nach und bringen Sie Ihre Inhalatoren sowie eine Medikamentenliste mit.
Wenn Sie ein Bedarfsmedikament wegen akuter Beschwerden benötigen, hat die sichere Behandlung Vorrang. Merken Sie sich möglichst Zeitpunkt und Dosis und teilen Sie dies bei der Untersuchung mit.
Wie kann ich mich auf eine Lungenfunktionsprüfung vorbereiten?
Tragen Sie bequeme Kleidung und vermeiden Sie unmittelbar vorher Rauchen sowie sehr große Mahlzeiten. Für verwertbare Messwerte ist es wichtig, die Atemanweisungen möglichst genau zu befolgen; einzelne Manöver werden häufig wiederholt.
Wenn Sie aktuell einen Infekt, Fieber, starke Beschwerden oder kürzlich einen medizinischen Eingriff hatten, informieren Sie die Praxis vorab. Das Team kann dann einschätzen, ob die geplante Untersuchung sinnvoll durchgeführt werden kann.
Beschwerden richtig einordnen
Wann ärztlich abklären – und wann ist es ein Notfall?
Husten und Atemnot können viele Ursachen haben. Verlauf, Begleitsymptome und persönliche Risiken entscheiden über die Dringlichkeit.
Wann sollte ich mit Husten zum Lungenarzt?
Anhaltender oder wiederkehrender Husten sollte ärztlich eingeordnet werden – besonders bei Atemnot, Auswurf, pfeifender Atmung, Leistungsknick, Fieber, unbeabsichtigtem Gewichtsverlust oder Blut im Auswurf. Das gilt auch, wenn ein Husten seine bisherige Art verändert.
Husten allein sagt nicht, welche Erkrankung dahintersteht. Für die Abklärung werden Verlauf, mögliche Auslöser, Medikamente, körperliche Untersuchung und je nach Situation Lungenfunktion oder weitere Diagnostik zusammen betrachtet.
Welche Beschwerden sprechen für eine pneumologische Abklärung?
Typische Gründe sind Luftnot in Ruhe oder bei Belastung, länger anhaltender Husten, Auswurf, pfeifende oder brummende Atemgeräusche, Engegefühl im Brustkorb, häufige Atemwegsinfekte sowie auffällige Röntgen- oder CT-Befunde.
Auch Allergiebeschwerden mit Beteiligung der Atemwege, bekannte oder vermutete Asthma- oder COPD-Erkrankungen sowie nicht erholsamer Schlaf, starke Tagesmüdigkeit, lautes Schnarchen oder beobachtete Atemaussetzer können eine fachärztliche Abklärung sinnvoll machen.
Wann muss ich 112 wählen, wann hilft die 116117?
Bei schwerer Atemnot, Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, einem allergischen Schock oder anderen lebensbedrohlichen Beschwerden wählen Sie sofort den Notruf 112. Warten Sie in dieser Situation nicht auf einen regulären Praxistermin.
Die 116117 ist für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der regulären Sprechzeiten gedacht, wenn die Behandlung medizinisch nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Bei Unsicherheit kann der Patientenservice die passende Anlaufstelle nennen.
Messwerte verständlich erklärt
Lungenfunktion und weitere Diagnostik
Nicht jede Untersuchung ist bei jeder Person notwendig. Die Auswahl richtet sich nach Beschwerden, Vorgeschichte und bisherigen Befunden.
Was wird bei einer Spirometrie gemessen?
Die Spirometrie misst, wie viel Luft ein- und ausgeatmet wird und wie schnell die Luft beim kräftigen Ausatmen strömt. Sie liefert unter anderem Hinweise darauf, ob die Atemwege verengt sein können.
Sie atmen über ein Mundstück nach genauen Anweisungen. Eine Nasenklemme verhindert, dass Luft über die Nase entweicht. Weil die Mitarbeit das Ergebnis beeinflusst, werden Messungen meist wiederholt und gemeinsam mit Beschwerden und weiteren Befunden bewertet.
Was ist der Unterschied zwischen Spirometrie und Bodyplethysmographie?
Die Spirometrie erfasst vor allem bewegte Luftmengen und den Atemfluss. Bei der Bodyplethysmographie sitzen Sie in einer transparenten Kabine und atmen über ein Mundstück. Zusätzlich lassen sich Atemwegswiderstand und Luftmengen bestimmen, die nach kräftigem Ausatmen in der Lunge verbleiben.
Die „große Lungenfunktion“ kann dadurch ergänzende Informationen liefern, etwa bei Verdacht auf verengte Atemwege oder eine Überblähung. Welche Methode benötigt wird, entscheidet sich nach der medizinischen Fragestellung.
Was bedeuten unauffällige Lungenwerte trotz Beschwerden?
Ein einzelner unauffälliger Messwert schließt nicht jede Ursache aus. Manche Beschwerden treten nur zeitweise, bei Belastung, im Schlaf oder nach Kontakt mit einem Auslöser auf. Außerdem können Herz, Kreislauf, Blutarmut, Muskulatur oder andere Faktoren die Belastbarkeit beeinflussen.
Deshalb werden Messwerte nie isoliert beurteilt. Je nach Situation können Verlaufskontrollen, Provokations-, Allergie-, Belastungs- oder Schlafuntersuchungen sowie eine Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten sinnvoll sein.
Was untersucht eine Blutgasanalyse?
Bei einer Blutgasanalyse werden unter anderem Sauerstoff, Kohlendioxid sowie der Säure-Basen-Haushalt im Blut beurteilt. Das Blut kann je nach Fragestellung zum Beispiel aus dem Ohrläppchen, der Fingerspitze oder einem Blutgefäß entnommen werden.
Die Werte helfen einzuschätzen, wie gut der Gasaustausch funktioniert. Ihre Bedeutung hängt von Beschwerden, Untersuchungssituation und weiteren Befunden ab.
Wann kann eine Belastungsuntersuchung sinnvoll sein?
Wenn Beschwerden vor allem bei körperlicher Aktivität auftreten, kann eine Untersuchung unter kontrollierter Belastung zusätzliche Informationen liefern. Dabei können Atmung, Herzfrequenz, Blutdruck und je nach Verfahren weitere Werte beobachtet werden.
So lässt sich besser beurteilen, wie Lunge, Herz und Kreislauf bei Anstrengung zusammenarbeiten. Art und Umfang der Untersuchung richten sich nach Belastbarkeit, Vorerkrankungen und konkreter Fragestellung.
Asthma, COPD und AllergienBeschwerden und mögliche Auslöser gemeinsam einordnen
Schlaf und AtemaussetzerVerstehen, wann eine nächtliche Messung sinnvoll sein kann
Häufige Atemwegserkrankungen
Asthma, COPD und Allergien
Ähnliche Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Eine zuverlässige Zuordnung braucht mehr als einen einzelnen Test.
Worin unterscheiden sich Asthma und COPD?
Bei beiden Erkrankungen können Husten, Atemnot und pfeifende Atmung auftreten. Asthmabeschwerden sind häufig wechselnd oder anfallsartig und können durch unterschiedliche Reize ausgelöst werden. Bei COPD bestehen eine dauerhafte Schädigung der Lunge und eine anhaltende Verengung der Bronchien; die Erkrankung entwickelt sich meist über Jahre.
Symptome allein reichen für die Unterscheidung nicht aus. Vorgeschichte, Lungenfunktion und die Reaktion der Atemwege auf Medikamente sowie gegebenenfalls weitere Untersuchungen werden gemeinsam bewertet.
Warum sind Verlaufskontrollen bei Asthma oder COPD wichtig?
Beschwerden und Lungenfunktion können sich verändern. Verlaufskontrollen helfen zu beurteilen, ob die Erkrankung ausreichend kontrolliert ist, ob die Inhalationstechnik stimmt und ob die Behandlung zur aktuellen Situation passt.
Hilfreich ist, Verschlechterungen, nächtliche Beschwerden, Einschränkungen im Alltag und den Einsatz von Bedarfsmedikamenten zu notieren. Standardisierte Fragebögen auf der Seite Patienteninformationen können das Gespräch unterstützen, stellen aber keine Diagnose.
Was zeigt ein Prick-Test?
Ein Prick-Test kann Hinweise auf eine Sensibilisierung gegenüber bestimmten Allergenen geben. Kleine Mengen ausgewählter Teststoffe werden auf die Haut gebracht; die Reaktion wird nach einer festgelegten Zeit beurteilt.
Eine positive Hautreaktion beweist nicht automatisch, dass das Allergen tatsächlich die Beschwerden verursacht. Entscheidend ist, ob Testergebnis, Beschwerdeverlauf und mögliche Exposition zusammenpassen. Bestimmte Medikamente und Hautveränderungen können die Durchführung beeinflussen – setzen Sie Medikamente nur nach Rücksprache ab.
Was kann ich selbst zu einer guten Inhalationstherapie beitragen?
Die richtige Technik hängt vom jeweiligen Inhalator ab. Lassen Sie sich die Anwendung zeigen und regelmäßig kontrollieren. Häufige Fehler sind eine unpassende Atemgeschwindigkeit, fehlendes vollständiges Ausatmen vor der Anwendung oder eine falsche Koordination.
Verändern Sie Dosis oder Präparat nicht eigenständig. Bringen Sie Ihre Geräte zum Termin mit und sprechen Sie offen über Probleme wie Hustenreiz, Unsicherheit, Nebenwirkungen oder Schwierigkeiten bei der regelmäßigen Anwendung.
Erholsam schlafen
Schnarchen, Tagesmüdigkeit und Atemaussetzer
Schnarchen ist häufig. In Verbindung mit Atemaussetzern oder ausgeprägter Tagesmüdigkeit sollte es ärztlich eingeordnet werden.
Wann sollte Schnarchen untersucht werden?
Eine Abklärung ist besonders sinnvoll, wenn andere Personen Atemaussetzer beobachten oder wenn trotz ausreichender Schlafdauer starke Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, morgendliche Kopfschmerzen, trockener Mund oder nächtliches Erwachen mit Herzrasen und Luftnot auftreten.
Schnarchen allein bedeutet nicht automatisch Schlafapnoe. Erst das Gespräch über Beschwerden und Risiken sowie eine geeignete Messung können zeigen, ob schlafbezogene Atmungsstörungen wahrscheinlich sind.
Wie funktioniert eine nächtliche Polygraphie?
Bei einer ambulanten Polygraphie zeichnet ein tragbares Gerät während des Schlafs mehrere Werte auf, zum Beispiel Atmung, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Schnarchen und Körperlage. Das Gerät wird nach Anleitung für die Nacht angelegt.
Die Auswertung wird zusammen mit Ihren Beschwerden betrachtet. Wenn die Ergebnisse auffällig oder nicht eindeutig sind, kann eine weiterführende Untersuchung im Schlaflabor sinnvoll sein.
Warum ist starke Tagesmüdigkeit wichtig?
Ausgeprägte Schläfrigkeit kann Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Wenn Sie ungewollt einschlafen oder Sekundenschlaf bemerken, vermeiden Sie bis zur ärztlichen Klärung Tätigkeiten, bei denen Sie sich oder andere gefährden könnten – insbesondere das Führen eines Fahrzeugs.
Tagesmüdigkeit hat nicht nur eine mögliche Ursache. Schlafdauer, Medikamente, Schichtarbeit, andere Schlafstörungen und körperliche oder seelische Erkrankungen müssen bei der Einordnung berücksichtigt werden.
Informiert entscheiden
Vorsorge, Lungenkrebs-Früherkennung und Selbsttests
Vorsorgeangebote richten sich an definierte Zielgruppen. Aktuelle Beschwerden werden unabhängig davon diagnostisch abgeklärt.

Für wen kommt die Lungenkrebs-Früherkennung mit Niedrigdosis-CT infrage?
Seit April 2026 besteht für bestimmte gesetzlich versicherte aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren ein Angebot zur jährlichen Früherkennung. Zu den Voraussetzungen gehören mindestens 25 Jahre Zigarettenkonsum und mindestens 15 Packungsjahre; ein Rauchstopp darf höchstens zehn Jahre zurückliegen. Ein Packungsjahr entspricht 20 Zigaretten täglich über ein Jahr.
Die Anspruchsvoraussetzungen und der Gesundheitszustand werden ärztlich geprüft. Vor einer Teilnahme erfolgt ein Informationsgespräch zu möglichem Nutzen und möglichen Nachteilen. Die Untersuchung findet anschließend in einer dafür zugelassenen radiologischen Praxis oder Klinik statt.
Welche Grenzen hat die Niedrigdosis-CT?
Die Untersuchung kann Lungenkrebs früher sichtbar machen, kann aber auch Auffälligkeiten entdecken, die sich später als harmlos erweisen und weitere Kontrollen auslösen. Zudem können Tumoren gefunden werden, die ohne Früherkennung nie Beschwerden verursacht hätten. Die Strahlenbelastung ist geringer als bei einer herkömmlichen CT, aber nicht null.
Das Screening ist keine allgemeine Untersuchung für alle und ersetzt nicht die Abklärung aktueller Beschwerden. Anhaltender oder veränderter Husten, Atemnot, unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder Bluthusten sollten unabhängig vom Screening ärztlich beurteilt werden.
Können Online-Selbsttests eine Diagnose stellen?
Nein. Fragebögen wie der COPD Assessment Test oder der Asthmakontrolltest erfassen Beschwerden und Einschränkungen strukturiert. Sie können Veränderungen sichtbar machen und das Gespräch vorbereiten, erklären aber weder die Ursache noch ersetzen sie Lungenfunktion und ärztliche Untersuchung.
Bringen Sie Ergebnisse gern zum Termin mit. Bei deutlicher Verschlechterung, neuen Beschwerden oder häufiger benötigtem Bedarfsmedikament sollten Sie nicht allein auf einen Punktwert vertrauen, sondern ärztlichen Rat einholen.
Welche Rolle spielen Impfungen bei chronischen Atemwegserkrankungen?
Atemwegsinfektionen können Asthma oder COPD belasten und Verschlechterungen auslösen. Welche Impfungen empfohlen sind, hängt unter anderem von Alter, Grunderkrankungen, bisherigem Impfschutz und den jeweils aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission ab.
Bringen Sie Ihren Impfpass zur Beratung mit. Die Praxis kann den dokumentierten Schutz prüfen und erläutern, welche Empfehlung zu Ihrer persönlichen Situation passt.
Ihre Frage ist nicht dabei?
Persönliche Fragen gehören ins ärztliche Gespräch
Allgemeine Informationen können Orientierung geben. Welche Untersuchung oder Behandlung für Sie sinnvoll ist, lässt sich erst mit Ihrer Vorgeschichte und Ihren Befunden entscheiden.
Verlässliche weiterführende Informationen
- gesund.bund.de: Asthma
- gesund.bund.de: COPD
- Gesundheitsinformation.de: Lungenfunktionstests
- gesund.bund.de: Obstruktive Schlafapnoe
- Gemeinsamer Bundesausschuss: Lungenkrebs-Früherkennung
- 116117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Inhaltlich auf Grundlage offizieller Patienteninformationen erstellt · Stand: September 2026